Künstliche Intelligenz: 10 Empfehlungen aus der Praxis
Künstliche Intelligenz: Ständig kommen neue Tools auf den Markt. Welches passt wofür? 10 Tipps von Handwerksmeister Matthias Brack.
Auf einen Blick
Matthias Brack ist ein alter Hase in Sachen Künstliche Intelligenz (KI). Der Schreinermeister aus dem bayerischen Altusried war schon früh dabei, als die ersten Anbieter auf den Markt kamen. Seit einigen Jahren hat er sogar ein eigenes KI-Tool im Einsatz: seine Angebotsampel . Mit deren Hilfe schätzt er Kundenanfragen ein – wie wahrscheinlich daraus ein Auftrag wird und ob sich ein Angebot lohnt. In dem Wintergartenbaubetrieb kommen jedoch viel mehr KI-Tools zum Einsatz. Hier verrät Brack, womit er gerne arbeitet.
1. Smashinglogo: Logos zum kleinen Preis
Die KI Smashinglogo nutzt Brack vor allem, wenn er Veranstaltungen wie Mitarbeiterfeiern und Kundenevents plant. „Das verleiht solchen Veranstaltungen ein eigenes, professionelles Branding, ohne gleich viel zu kosten.“ Geht es um ein professionelles Logo oder ein komplettes Firmendesign, rät er jedoch zu einer professionellen Agentur.
2. Gamma Ai: coole Präsentationen
Präsentationen erstellt Brack mit Gamma AI : „Die App erstellt schon mit wenigen Infos recht ausführliche, coole Präsentationen.“ Je mehr Substanz eine Präsentation haben soll, desto mehr Input sollten Nutzer jedoch geben. „Da muss man sich schon mal selbst ein paar Gedanken machen.“ Er selbst nutze die Gamma-Ergebnisse meist als Vorlage, an der er weiterarbeitet. „Aber dann hat man schon mal eine Vorlage und eine Struktur, das macht vieles leichter.“
3. Napkin AI: Abläufe visualisieren
Ein nützlicher Helfer beim Erstellen von Diagrammen, Mindmaps und Organigrammen ist für Brack Napkin AI . „Das Tolle ist: Ich kann auch einen Text hochladen, zum Beispiel einen Tagesablauf für ein Event, und Napkin visualisiert das dann“, sagt Brack. Seine Grenzen erreiche die KI jedoch, wenn es zu komplex wird. „Aber dann kann man das Ergebnis immer noch als Vorlage nutzen und damit weiterarbeiten.“
4. Plaud AI: präzise Protokolle
Mit einem kleinen Stick des Anbieters Plaud AI schneidet Brack Sitzungen und Einzelgespräche mit. Die KI erstellt daraus komplette Transkripte, vor allem aber Zusammenfassungen der Gespräche. „Das funktioniert auch bei vielen Teilnehmern und Stimmengewirr sehr gut“, berichtet der Unternehmer. Diese Protokolle sind nach seiner Erfahrung sehr genau. „Und ich kann der KI auch Monate später noch Nachfragen zu einem bestimmten Gespräch stellen.“
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5. NotbookLM: die eigene Wissensdatenbank
NotebookLM von Google verarbeitet bis zu 50 vom Nutzer bereitgestellte Quellen und wird so zur eigenen Wissensdatenbank. Das können eigene Dokumente sein, aber auch Links zu Websites oder Videos. Aus seinen eigenen Quellen lässt sich Brack Zusammenfassungen erstellen – oft auch in Form eines Podcasts für die Zeit am Steuer.
Ebenso nutzt er NotebookLM für Recherchen zu Förderprogrammen bei der energetischen Sanierung. „Indem ich die Links der entsprechenden Webseiten als Quellen vorgebe, bekomme ich genau die Infos, die ich brauche, ohne mich selbst durch die Programme zu klicken.“
6. Perplexity: KI-Recherche mit Quellenangaben
Die Stärke der Such-KI Perplexity sind die Quellenangaben, die sie bei jeder Recherche zusammen mit den Antworten ausgibt. „Ich nutze Perplexity viel, wenn ich mit Bauämtern zu tun habe“, berichtet Brack. Er lasse sich dann Quellen, Normen und aktuelle Urteile zusammenstellen, um seine Argumentation zu untermauern. „In einem Rechtstreit würde ich mich nicht darauf verlassen“, schränkt der Handwerker ein. Doch zur Gesprächsvorbereitung habe sich das Tool bewährt.
7. Synthesia und Heygen: Erklärvideos ohne aufwändige Produktion
Mit seinem Verkaufsteam spricht Brack gerade über Erklärvideos für Kunden, „als Überraschungsmoment“. Auch dabei soll KI zum Einsatz kommen, statt einer teuren Videoproduktion.
In der engeren Auswahl stehen zwei Anbieter: Synthesia und Heygen . Noch experimentiere er mit beiden Tools, doch Brack kann sich auch andere Einsatzbereiche vorstellen: zum Beispiel Gefahrenunterweisungen und Onboarding-Videos in verschiedenen Sprachen – für Mitarbeitende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
8. Elvenlabs: Texte zum Hören sparen Zeit
Zwei Dinge kosten Brack viel Zeit: lange Autofahrten und das Lesen von Fachzeitschriften, Protokollen und anderen Dokumenten. Mit Hilfe der KI von Elevenlabs kann er nun beides miteinander verbinden: „Ich lasse mir vor allem längere Dokumente und Protokolle bei meinen Autofahrten vorlesen.“ Elevenlabs kann allerdings noch mehr: Brack testet gerade die Funktionen als Telefon-Assistent für seinen Betrieb.
9. Copilot: schnelle Suche in den Firmendaten
Der Copilot von Microsoft ist in dem Handwerksbetrieb ebenfalls im Einsatz: Als Suchassistent in der Cloud kann das Tool etwa alle Informationen zu einem bestimmten Auftrag zusammenstellen. Auch die programmübergreifenden Funktionen nutzt Brack: Aus Onenote-Notizen und Fotos lässt er sich für die Baustellendokumentation komplette Word-Dateien erstellen. Daten aus einer Datenbank transferiert der Copilot bei Bedarf in Excel-Tabellen. Nur mit den Powerpoint-Funktionen ist Brack noch nicht zufrieden. „Es wird zwar langsam besser, schaut aber immer noch grottenschlecht aus.“
10. ChatGPT: persönlicher Assistent mit Spracheingabe
Und natürlich hat der Handwerker auch ChatGPT im Einsatz. Sein Tipp: „Ich nutze ChatGPT viel per Spracheingabe, das beschleunigt den Prozess erheblich“, berichtet Brack. Zum Einsatz kommt die KI bei allen anfallenden Aufgaben:
- Texte erstellen
- Daten in einer Tabelle aufbereiten
- Dokumente zusammenfassen
- Bilder erstellen …
Wie zufrieden ist Brack mit dem neuen ChatGPT 5? „Da gehen die Meinungen ja auseinander. Aber im mathematischen Bereich sind die Ergebnisse schon beeindruckend, zum Beispiel bei der Berechnung der Durchbiegung von Treppenstufen.“
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