Digitalisierung treibt die Modernisierung bei Kubasch Fenster & Türen voran
Christian und Alexander Kubasch leben eine Maxime: Deutschlandweit das bekannteste Unternehmen für Fenster und Türen werden. Seit der Betriebsübernahme arbeiten sie konsequent daran.
Auf einen Blick
Große Produktionshallen, Maschinenpark, digitalisierte Arbeitsprozesse: Die Brüder Christian und Alexander Kubasch haben seit der Betriebsübernahme vom Vater viel Zeit und Geld in ihr Unternehmen investiert. Und sie sind noch lange nicht fertig damit.
Das Unternehmen wurde vor 40 Jahren in Mirow an der Mecklenburgischen Seenplatte in der damaligen DDR von Vater Edwin Kubasch übernommen. „Damals wurden in der Montage Fenster selbst gebaut und individuell angepasst. Es war zu der Zeit schwierig, Beschläge zu bekommen“, berichtet Christian Kubasch. Aus der kleinen Bautischlerei mit Anfertigung von Fenstern und Türen auf Kundenwunsch ist in den vergangenen Jahrzehnten sukzessive ein modernes Familienunternehmen geworden.
Kontinuierlicher Ausbau
Bereits in den 1990er-Jahren wuchs das Unternehmen, als auf der grünen Wiese im Gewerbegebiet eigene Produktionshallen gebaut wurden. Der Betrieb setzte damals auf den zusätzlichen Vertrieb von Fenstern und Türen. Erste Auszubildende starteten zu dieser Zeit im Unternehmen. 1992 folgte dann der Bau einer Tischlerwerkstatt mit Büroräumen. Der Grundstein für den Beginn der eigenen Fenster- und Türenproduktion: „Unser Vater legte damals die Basis für die heutige Montage“, sagt Christian Kubasch. Ein Jahr später folgte die Hallenerweiterung für einen modernisierten Maschinenpark. Von 1995 an wurden die Farbgebungs- und Anschlagstrecke sowie das Bürogebäude erweitert. 1997 stand der Bau einer 800 Quadratmeter großen Lagerhalle an.
Eine erste CNC-Maschine kam 1999 in einer neu gebauten Halle für Sonderbau zum Einsatz und ein Jahr später die moderne Fertigungsstrecke. Der Vater modernisierte bereits 2005 den Maschinenpark. Fünf Jahre später wurde die komplette Farbspritzanlage ausgetauscht und ebenfalls modernisiert. Ein Anbau einer neuen Fertigungshalle plus neuer Fensterfertigungsstrecke stand im Jahr 2016 an. „Die neue Fertigungsmaschine Weinig Conturex 226 war ein Meilenstein für unser Unternehmen“, sagt Alexander Kubasch. Der Ausbau des B2B-Geschäfts sei durch den schnellen und flexiblen Wechsel der Profile der Maschine erst möglich geworden.
Traditionelles Handwerk und moderne Technik
Heute arbeiten in Mirow rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die zweite Generation hat nach der Betriebsübernahme 2022 weiter ordentlich Gas gegeben: Alexander und Christian Kubasch haben das Unternehmen „Fenster und Türen Edwin Kubasch GmbH“ in „Kubasch – Fenster & Türen GmbH“ umfirmiert. Seitdem analysierten die Betriebsnachfolger Prozesse konsequent und investieren unablässig in moderne Technik. 2023 schafften sie das neue CNC-Bearbeitungszentrum Biesse Rover B an – eine der innovativsten Maschinen für höchste Präzision und Zuverlässigkeit in der Fertigung. „Die Maschine ist high-end und vom Feinsten“, sagt Tischlermeister Christian Kubasch.
Das komplette Unternehmen ist zudem mitten im Digitalisierungsprozess : Optimierte Arbeitsprozesse zur Effizienzsteigerung stehen dabei an oberster Stelle. Und so haben sie auch die Arbeitsabläufe analysiert und festgestellt, dass sie nicht mehr optimal waren. „Wir haben 35 Maschinen umgestellt“, erzählt Alexander Kubasch. Auch durch diese Optimierung habe das Unternehmen etwa 50 Prozent mehr Kapazität in der Produktion herausbekommen.
Alle Hallen wurden mit Photovoltaik ausgestattet, die in der Produktion erzeugten Späne werden gesammelt und die Hallen damit geheizt – mit diesen Maßnahmen werden im Betrieb Energiekosten gesenkt. „Wir müssen marktfähig bleiben“, so Alexander Kubasch.
Mitarbeitende im Fokus
Die Betriebsnachfolger haben zudem die Marketingmaßnahmen für das Unternehmen verstärkt – neue Prospekte und ein professioneller Internetauftritt zählen dazu. Die beiden setzen aber auch auf Social Media. „Wir wollen Kubasch Fenster und Türen mehr und mehr als Marke aufbauen“, sagt Christian Kubasch.
“Wir wollen Kubasch Fenster und Türen mehr und mehr als Marke aufbauen.”
Besonderen Fokus legen die beiden Betriebsinhaber auf die Mitarbeitenden: „Wir wollen interessant sein für die Mitarbeitenden“, sagt Alexander Kubasch. Flache Hierarchien, selbstorganisiertes Arbeiten, digitale Arbeitsplätze, Tablets und Digitalisierung der Arbeitsprozesse sollen unter anderem für weitere Bewerberinnen und Bewerber sorgen. Das Unternehmen wachse kontinuierlich. „Wir suchen Fachkräfte und Spezialisten“, sagt Alexander Kubasch.
Gute Voraussetzungen für Quereinsteiger
Für diese und die Mitarbeitenden haben die Unternehmer bereits viele Anreize geschaffen: Homeoffice, flexibles Arbeiten und eine 39-Stunden-Woche für alle zählen zum Standard. „Durch die Digitalisierung haben wir festgestellt, wie produktiv die Mitarbeitenden zu welchen Zeiten sind“, erzählt Christian Kubasch. Freitags ab 12 Uhr sinke die Produktivitätskurve ab, bei Überstunden ging sie ebenfalls runter. „Wir haben die Arbeitszeiten auf 6 bis 15 Uhr angepasst.“ Freitags sei nun früher Schluss. Durch die Ablaufoptimierung fielen zudem kaum noch Überstunden an.
Und: „Jeder einzelne Arbeitsplatz bekommt anfallende Arbeiten per Scan angezeigt“, beschreibt Christian Kubasch. So seien neue Mitarbeitende schnell eingelernt. „Die einzelnen Arbeitsschritte werden heruntergebrochen und jeder kann sie umsetzen, auch Quereinsteiger“, sagt Christian Kubasch.
Sonderbau als Alleinstellungsmerkmal
Als wichtiges Geschäftsfeld benennen die beiden Betriebsinhaber den Sonderbau. Hier biete das Unternehmen 800 Profilvarianten. „Wir sind heute ein Vollsortimenter im Holzfensterbau“, sagt Christian Kubasch. Der Betrieb fertigt maßgeschneiderte Fenster- und Türlösungen aus Holz und Holz-Aluminium – besonders interessant für Architektinnen und Architekten, Bauträger, Projektentwickler und Fachpartner. Das Unternehmen bietet zudem individuelle Beratung, die präzise Fertigung bis hin zur fachgerechten Montage.
Zukünftig wollen sich die Betriebsinhaber weiter auf das B2B-Geschäft fokussieren und verstärkt mit Architektinnen und Architekten zusammenarbeiten. „Wir wollen so die Marke Kubasch Stück für Stück nach vorne bringen und uns deutschlandweit einen Namen machen“, sagt Christian Kubasch.
- Firmenname: Kubasch Fenster & Türen GmbH
- Ort: Mirow
- Mitarbeiterzahl: 69 (davon 3 Azubis)
- Gründung: 1986
- Fachverband: Tischler Mecklenburg-Vorpommern
- Internet: https://www.kubasch-gmbh.de/

Holzhelden
Der Newsletter – für alle, die besser informiert sein wollen.
News, Trends und Tipps für die Betriebsführung im Handwerk direkt in Ihr Postfach.
-1-square.jpg&w=1080&q=75)
_1920-hero-large.jpg&w=1920&q=75)


