Winterreifentest 2025

ADAC-Winterreifentest: Elf Reifen fallen durch

31 Winterreifen auf dem Prüfstand – damit hat der ADAC den größten Winterreifentest in seiner Clubgeschichte durchgeführt.

4 Min.04.10.2025, 02:00 Uhr (Aktualisiert am 18.02.2026, 13:56 Uhr)
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Der ADAC hat 31 Reifen für den Winter getestet: Hier sind die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.
Der ADAC hat 31 Reifen für den Winter getestet: Hier sind die wichtigsten Ergebnisse im Überblick. POTOGRAPHY MARCUS M - stock.adobe.com
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Mit einem sehr umfangreichen Test – 31 Reifen in der Dimension 225/40 R18 – gibt der ADAC einen umfassenden Überblick über aktuelle Winterprofile und ihre Performance auf nasser und trockener Fahrbahn, sowie unter winterlichen Bedingungen. Auch liefern die Ergebnisse Informationen bezüglich der Umweltbilanz.

15 „nicht empfehlenswert“

Der Test birgt aber auch ein negatives Fazit: 15 Reifen sind nicht empfehlenswert, elf davon fallen sogar ganz durch. „Billige Reifen stellen oft ein Sicherheitsrisiko dar“, schreiben die Reifentestredakteure. „Fast alle Produkte schaffen es nicht, den Zielkonflikt zwischen trockenen, nassen und winterlichen Bedingungen aufzulösen“, so der Kommentar zu den Ergebnissen in der günstigen Budget-Kategorie. Dennoch betonen sie auch, dass es zwei Positivbeispiele gibt. Der Momo W-20 North Pole und der Matador MP93 Nordicca „können zwar nicht mit den Spitzenmodellen mithalten, zeigen aber immerhin befriedigende Fahrleistungen in dieser Testgröße und können daher eingeschränkt empfohlen werden.“

Der Winterreifentest führte die ADAC Experten quer durch Europa: Die Fahrversuche im Trockenen fanden in Italien statt, die Nässe- und Eisprüfungen in Hannover und für die Schneetests reiste das Testteam in den Norden Finnlands.

Sieger Goodyear

Den Spitzenplatz beim Winterreifentest 2025 sichert sich der Goodyear UltraGrip Performance 3. Er bekommt das ADAC-Gesamturteil 2,0. Laut den Reifentesten bietet er vor allem auf nassen Untergründen gute Fahrleistungen und überzeugt zudem mit einer prognostizierten Laufleistung von über 76.000 Kilometern. Mit 1,7 hat er die beste Note in der Umweltbilanz.

Nur knapp dahinter landet der Michelin Pilot Alpin 5 mit dem Gesamturteil 2,1 auf dem zweiten Platz. Dahinter folgt auch schon der Bridgestone Blizzak 6. In allen Testdisziplinen schneidet er mit der Note „gut“ ab. Der Dunlop Winter Sport 5 und der Hankook Winter i*cept evo3 W330 schneiden beide mit der Gesamtnote 2,4 ab.

Den Abschluss der mit „gut“ bewerteten Reifen macht der Continental WinterContact TS 870 P. Während er auf trockener und nasser Fahrbahn gut performt, sowie in der Umweltbilanz überzeugt, reicht es auf winterlicher Fahrbahn „nur“ für ein „befriedigend“. Dies gilt auch für den Hankook Reifen, der jedoch mit der Note 1,9 in der Umweltbilanz punktet.  Die sechs besten Reifen sind allesamt Modelle aus der Premium-Kategorie.

Gruppe mit „befriedigend“

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Die Gruppe der „befriedigend“ bewerteten Reifen führt der Kleber Krisalp HP3 an. Seine beste Note erhält er auf winterlicher Fahrbahn (1,9). Mit der Gesamtbewertung 2,7 rangieren der Nokian Tyres Snowproof P und der Momo W-20 North Pole dicht dahinter. Platz zehn geht schließlich an den Ceat WinterDrive. Mit 3,0 folgen der Matador MP93 Nordicca und der aus dem Hause Continental stammende Uniroyal WinterExpert. Er bekommt in der Umweltbilanz die Note 2,4, ebenso wie der nachfolgende Reifen Fulda Kristall Control HP2. Die nächsten drei Reifen schließen das „befriedigende“ Feld ab: Semperit Speed-Grip 5, GT Radial Winter Pro 2 Sport und Giti GitiWinter W2.

Mit der Gesamtnote 3,6 gibt es die Note „ausreichend“. Hier folgen der Point S Winter S und der Firestone Winterhawk 4. Der Firestone punktet etwas im Winter und auf Nässe, Abstriche gibt es jedoch auf trockener Fahrbahn. Zwei weitere Reifen sind „ausreichend“: Maxxis Premitra Snow WP6 und Apollo Aspire XP Winter. Abstriche bekommt der Apollo Reifen auf trockener Strecke und verliert hier wichtige Punkte. Diese vier genannten Reifen und die darauffolgenden elf mit „mangelhaft“ bewerteten Reifen „sind aus Sicht des Mobilitätsclubs nicht zu empfehlen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Bremsen macht Unterschiede deutlich

Auch wenn der ein oder andere Reifen der elf Budget-Reifen in der ein oder anderen Disziplin mit „gut“ oder „befriedigend“ abschneidet, so zeigen sie bei mindestens einer Fahraufgabe so schlechte Leistungen, dass sie als „mangelhaft“ eingestuft werden müssen, sagen die Reifentester.

Besonders deutlich zeigen sich laut ADAC die Unterschiede bei den verschiedenen Reifen, wenn man die Testergebnisse beim Bremsen auf nasser Fahrbahn (80 km/h bis Stillstand) betrachtet: Während das Testauto mit dem Goodyear nach gut 31 Metern zum Stehen kommt, hat der Syron Everest 2 an diesem Punkt noch über 45 km/h auf dem Tacho. Der Syron Reifen ist aber nicht der einzige, der das Gesamturteil 5,5 bekommt. Ebenso die folgenden Reifen fahren das gleiche Ergebnis ein: Tomket Snowroad Pro 3, Start Performer Stratos UHP, Goodride SW608, Evergreen EW66 und CST Medaillon Winter WCP1.

Davor rangiert der Imperial Snowdragon UHP mit 5,4. Minimal besser sollen der Petlas SnowMaster 2 Sport und der Landsail Winter Lander sein (5,3), sowie der Nankang Winter Activa 4 mit 5,2 und der Radar Dimax Winter mit 4,6. 

Annika Lütkemeyer

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