Fehlzeitenanalyse der IKK classic

Krankenstand: Warum Handwerker 2024 bei der Arbeit fehlten

Der Krankenstand im Handwerk ist laut einer Analyse das dritte Jahr in Folge gestiegen. Auf ein Krankheitsbild entfiel 2024 knapp ein Drittel der Fehltage.

2 Min.28.02.2025, 01:00 Uhr (Aktualisiert am 10.02.2026, 14:10 Uhr)
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Krank zu Hause statt bei der Arbeit: 70,1 Prozent der Mitarbeitenden im Handwerk fielen 2024 krankheitsbedingt mindestens ein Tag aus.
Krank zu Hause statt bei der Arbeit: 70,1 Prozent der Mitarbeitenden im Handwerk fielen 2024 krankheitsbedingt mindestens ein Tag aus. alfa27 - stock.adobe.com
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Der Krankenstand im Handwerk blieb auch 2024 auf hohem Niveau, das zeigt die neueste Fehlzeitenanalyse der IKK classic. Demnach lag der Krankenstand im vergangenen Jahr bei 7,0 Prozent und hat gegenüber dem Jahr 2023 (6,9 Prozent) leicht zugelegt. Der Krankenstand im Handwerk sei damit nun das dritte Jahr in Folge gestiegen, so die Krankenkasse. Sie hat für die Analyse Fehlzeiten von rund 400.000 Versicherten untersucht, die im Handwerk beschäftigt sind und einen Anspruch auf Krankengeld haben.

Zu den weiteren Ergebnissen gehört, dass 70,1 Prozent der Mitarbeitenden 2024 krankheitsbedingt mindestens einen Tag bei der Arbeit gefehlt haben. Zudem hat sich die Zahl der Krankheitsfälle mit 2,1 pro Versicherten gegenüber 2023 (2,0 Krankheitsfälle) leicht erhöht. Langzeiterkrankungen von über 42 Tagen sind ebenfalls leicht gestiegen: Sie machten laut der Analyse 47,6 Prozent der Ausfälle aus. Die IKK classic weist allerdings darauf hin, dass diese Werte noch unter dem Niveau von 2020 (54,9 Prozent) liegen.

Die Fehlzeitenanalyse der Krankenkasse zeigt auch, warum Beschäftigte im Handwerk 2024 besonders häufig bei der Arbeit fehlten:

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  • Spitzenreiter waren Muskel- und Skeletterkrankungen. Auf dieses Krankheitsbild entfielen insgesamt 30,9 Prozent der Fehlzeiten.
  • Atemwegserkrankungen lagen mit einem Anteil von 17,9 Prozent auf dem zweiten Platz der häufigsten Krankheitsursachen.
  • Auf Verletzungen und Vergiftungen entfielen 14,7 Prozent der Krankheitstage und landeten damit auf Platz drei.
  • Psychische Erkrankungen waren für 14,2 Prozent der Krankschreibungen verantwortlich. Der Anteil solcher Erkrankungen an den Krankheitstagen ist gegenüber dem Vorjahr (13,2 Prozent) zwar gestiegen – allerdings sind Handwerker nach wie vor seltener von psychischen Erkrankungen betroffen als der Durchschnitt aller IKK classic-Versicherten.

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