Pilotprojekt

Testphase beendet – 4-Tage-Woche bleibt

In der Schreinerei Mostert ist zwar das Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche beendet. Doch Hanns-Georg Mostert hält weiter daran fest. Aus Gründen, die vor allem dem Team gut tun.

2 Min.05.12.2024, 01:00 Uhr (Aktualisiert am 20.02.2026, 15:34 Uhr)
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Hat sich mit der 4-Tage-Woche einen Ruf als attraktiver Arbeitgeber und Auftragnehmer erarbeitet: Hanns-Georg-Mostert.
Hat sich mit der 4-Tage-Woche einen Ruf als attraktiver Arbeitgeber und Auftragnehmer erarbeitet: Hanns-Georg-Mostert. Intuitive Fotografie Köln
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Seit Januar ticken die Uhren in der nordrhein-westfälischen Schreinerei Mostert anders: Ab Donnerstagabend ist dort Wochenende. Inhaber Hanns-Georg Mostert hat mit seinem Betrieb an dem bundesweiten Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche teilgenommen. Und er zieht durchweg eine positive Bilanz. „Wir lassen das weiter so laufen und kehren nicht zur 5-Tage-Woche zurück“, steht für den Schreinermeister fest.

Motiviertes, zufriedenes Team

Das wichtigste Fazit des Betriebsinhabers: „Meine Mitarbeitenden sind ausgeruhter und konzentrierter bei der Arbeit“, sagt Mostert. Zudem seien sie zufrieden mit dem Modell und freuten sich über den freien Freitag. Allein das sei ein wichtiger Grund für den Unternehmer, an dem Modell festzuhalten.

Einen Freitag im Monat kommt dennoch das ganze Team zum Team-Tag. Das wollten alle beibehalten und profitieren jetzt „von der absoluten Ruhe im Betrieb“. Kein Kunde, kein Lieferant und kein Telefonklingeln. Das gesamte Team schätze es, dass sie sich gemeinsam Zeit für die Weiterentwicklung nehmen, sagt Mostert.

„Wenn ich mein Team vergrößern wollen würde, könnte ich die 4-Tage-Woche gut als Aufhänger nutzen“, betont der Handwerksmeister. Er habe einige Bewerbungen bekommen, nur weil er das Arbeitszeitmodell anbietet.

Kunden sind interessiert und unterstützen das Arbeitszeitmodell

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Nach einem Dreivierteljahr bekommt der Unternehmer noch immer Nachfragen von Kunden aufgrund der 4-Tage-Woche. „Mich überrascht, dass sich viele Kunden wohlwollend dafür interessieren und fragen, wie das im Team funktioniert“, betont er. Dadurch habe der Betrieb seinen Ruf als attraktiver Auftragnehmer und auch Arbeitgeber in der Region stärken können.

Veränderungen sollen Effizienz steigern

Das Jahr 2024 sei ohnehin ein Jahr großer Veränderungen in der Schreinerei: „Wir haben große Maschinen angeschafft und haben uns um neue digitale Anwendungen gekümmert“, berichtet Mostert. Sein Ziel sei dabei immer eine Effizienzsteigerung . Doch wenn viele Veränderungen zusammenkommen, sei eine echte Messung in Zahlen und Fakten schwierig.

„Ich gehe davon aus, dass es im kommenden Jahr ruhiger wird“, sagt der Unternehmer. Dann werde er auch in der Bilanz ein Fazit der 4-Tage-Woche ziehen können.

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Martina Jahn
Martina Jahn

Autor für IT und Gewerke

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