Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Barrierefreie Website: Warum die Pflicht eine Chance ist

ETS-Elektro-Heizung-Sanitär hat auch eine barrierefreie Version der Website. Warum ist das wichtig für den Betrieb und welche Vorteile ergeben sich daraus?

2 Min.27.08.2025, 02:00 Uhr (Aktualisiert am 18.02.2026, 16:06 Uhr)
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Michael Thiele spricht im Interview über die Pflichten und Chancen der barrierefreien Website nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
Michael Thiele spricht im Interview über die Pflichten und Chancen der barrierefreien Website nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Michael Thiele
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Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) und verpflichtet viele Unternehmen, eine barrierefreie Website anzubieten. Zwar gibt es Ausnahmen für Kleinbetriebe, doch, es gibt auch Handwerksbetriebe, die von der neuen Pflicht betroffen sind. Michael Thiele, Projektleiter bei ETS-Elektro-Heizung-Sanitär, erklärt, wie der Handwerksbetrieb aus Magdeburg die Anforderungen umgesetzt hat und auch welche Chancen sich daraus ergeben.

Sie haben eine barrierefreie Website-Version, warum?

Michael Thiele: Uns war es wichtig, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. ETS hat 81 Mitarbeitende, daher sind wir seit dem 28. Juni 2025 dazu verpflichtet, eine barrierefreie Website anzubieten.

Gleichzeitig sahen wir die Möglichkeit, unseren Kunden den Zugang zu unserer Website zu erleichtern. Mit der barrierefreien Website-Version machen wir unseren  Internetauftritt  für alle nutzerfreundlicher und erreichen gleichzeitig eine größere Kundengruppe – eine Win-win-Situation.

Für wen ist die barrierefreie Website besonders nützlich?

Die barrierefreie Gestaltung unserer Website erleichtert besonders Menschen mit Behinderung und älteren Nutzern den Zugang zu Online-Inhalten. Außerdem ist sie auch für alle Websitebesucher hilfreich, die sich weniger gut in unserer Branche auskennen.

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Zu unseren Dienstleistungen gehören unter anderem der Einbau von Photovoltaikanlagen , Batteriespeichern und Großbrennern. Nicht jeder weiß direkt, was mit diesen Begriffen gemeint ist. Deshalb sind sie auf der Website übersichtlich in einem Glossar erklärt. So kann jeder Besucher schnell nachvollziehen, worum es geht und die passende Lösung für sich finden.

Wie aufwendig war es für Sie die barrierefreie Website-Version umzusetzen?

Wir haben vor rund einem halben Jahr mit der Umsetzung begonnen - also zeitnah, nachdem wir von den gesetzlichen Vorgaben erfahren haben. Dafür haben wir einen externen Dienstleister beauftragt. Zunächst haben wir gemeinsam ein Konzept erarbeitet, wie die Website aussehen soll und dann hat sich der Dienstleister um die Umsetzung gekümmert. Der Aufwand war für uns deshalb überschaubar. Das gilt auch für die Kosten, die in einem höheren dreistelligen Bereich lagen. Insgesamt hat es etwa zwei Monate gedauert, die Website barrierefrei zu machen.

Das Gespräch mit Michael Thiele führte Ina Zukina.

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