Hausbau per 3D-Druck: Wie viele Leute arbeiten noch auf der Baustelle?
Ein Handwerksbetrieb errichtet in Bayern ein Mehrfamilienhaus: Erdgeschoss und erster Stock werden per 3D-Betondruck erstellt. Hier sind Details zum Projekt.
Durch den Einsatz eines 3D-Gebäudedruckers wird derzeit im bayerischen Vöhringen ein Mehrfamilienhaus gebaut, realisiert von Rupp Gebäudedruck. In einer Pressemitteilung gab der Betrieb bekannt: Das vom Land Bayern geförderte Bauprojekt umfasse sechs Wohnungen zwischen 64 und knapp 84 Quadratmetern mit einer Gesamtfläche von rund 450 Quadratmetern. Per 3D-Drucktechnik in Kombination mit traditionellen Bauweisen könne mit nur drei Personen auf der Baustelle bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.
3D-Druck mit genormtem Transportbeton
Das Unternehmen gibt zu dem Vöhringer Projekt – eine Kooperation mit den Unternehmen Putzmeister und Schwenk – folgende Details bekannt:
- Der 3D-Drucker: Der Druck erfolgt mit dem mobilen, binnen einer Stunde einsatzbereiten 3D-Drucker Karlos aus dem Hause Putzmeister. Druckreichweite: bis zu 26 Meter.
- Das Druckmaterial: Es handelt sich um genormten Transportbeton der Firma Schwenk aus dem nächstliegenden Werk – mit spezieller Konsistenz und Festigkeitsentwicklung durch eine exakt abgestimmte Zement-Zusatzmittelkombination. Vorteile: kurze Transportwege, weniger Fahrtkosten, weniger Emissionen.
- Was mit 3D-Druck erstellt wird: Erdgeschoss und erster Stock entstehen aus dem 3D-Gebäudedrucker. Somit werden konventionelle Konstruktionsweisen, wie Mauerwerk oder Stahlbeton, ersetzt.
- Die Bauweise: Der aus Beton gedruckte Teil wird mit einer modernen Dämmung aus vorgefertigten Vorsatzwandelementen kombiniert. Sie bestehen aus Holzrahmen mit Holzfaserdämmplatten, die im Erdgeschoss und Obergeschoss hinter Putz verschwinden. Das Dachgeschoss besteht aus seriell gefertigten Fassadenelementen aus Holz.
- Ausstattung der Wohnungen: Sie verfügen über einen eigenen Balkon sowie eine Terrasse und sind hochwertig ausgestattet.
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