Digitalisierung + IT

Konfigurator clever nutzen: Zeit gespart, Kunden glücklich

Persönliche Beratung ist diesem Betrieb wichtig. Ein Möbelkonfigurator hilft ihm, weniger Zeit in unverbindliche Anfragen zu stecken und mehr echte Kunden zu beraten.

2 Min.03.09.2024, 02:00 Uhr (Aktualisiert am 10.02.2026, 15:05 Uhr)
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Simon Dürr empfiehlt Kunden die Nutzung des Möbelplaners bei kleineren Aufträgen: „So bekommen wir eine schnelle Idee, in welche Richtung es gehen soll und die Kunden bekommen eine Preisvorstellung für ihr Wunschmöbel.“
Simon Dürr empfiehlt Kunden die Nutzung des Möbelplaners bei kleineren Aufträgen: „So bekommen wir eine schnelle Idee, in welche Richtung es gehen soll und die Kunden bekommen eine Preisvorstellung für ihr Wunschmöbel.“ Dürr GmbH – Zimmerei & Schreinerei
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Auf einen Blick

Die Zimmerei und Schreinerei Dürr GmbH nutzt einen interaktiven Möbelplaner auf ihrer Website, um die Kundenberatung zu vereinfachen.

Kunden können online Möbelstücke konfigurieren und erhalten sofortige Preisangaben, was den Beratungsaufwand reduziert.

Die Detailplanung erfolgt persönlich mit dem Kunden. Wie gelingt die Balance aus Effizienz und individueller Beratung?

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Ein Kunststück effizienten Handwerks ist es, hohe Kundenzufriedenheit zu einem angemessenem Aufwand zu erreichen. Für viele Handwerksbetriebe liegt ein Schlüssel dafür in der Digitalisierung bestimmter Prozesse. Dazu zählen neben der großen Branchensoftware auch kleine Teillösungen, die Aufgaben vereinfachen und den Aufwand im Team reduzieren. Für die Zimmerei und Schreinerei Dürr GmbH ist der interaktive Möbelplaner auf ihrer Unternehmenswebsite so eine hilfreiche Teillösung, mit der sie die Kundenberatung bei kleineren Projekten vereinfachen und beschleunigen.

Seit einigen Jahren fertigt die 8-köpfige Schreinerei des Unternehmens aus Langenau in Baden-Württemberg Möbel mit großer Fertigungstiefe selbst. Das war nicht immer so. „Bis 2017 haben wir viel mit individuell konfigurierten Möbelfertigteilen gearbeitet“, erklärt Simon Dürr. Daraus ergab sich eine Partnerschaft zum Lieferanten von Möbelfertigteilen Horatec. Der hatte für Tischler und Schreiner einen Konfigurator aufgebaut, den die Handwerker ihren Endkunden auf ihrer Betriebswebsite zugänglich machen konnten. „Damals zählten wir zu den ersten zehn Geschäftskunden, die damit gearbeitet haben“, erinnert sich der Schreinermeister. Der Möbelplaner wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und wird nun von Plattenhersteller Egger verantwortet.

So funktioniert die Arbeit mit dem Konfigurator

Im Möbelplaner können sich Kunden in wenigen Schritten ein individuelles Möbelstück zusammenstellen. Zunächst wählen sie eine gewünschte Kategorie wie Bad, Flur, Schlaf- oder Wohnzimmer. Dann können sie ein Möbelstück wie Badunterschrank oder Hängeschrank auswählen und individuell anpassen. Dank hinterlegter Preise sehen sie direkt, was sie die Konfiguration kosten würde.

Wie setzt der Betrieb den Möbelplaner ein? „Wenn wir Anfragen zu Einzelmöbeln haben, empfehle ich Kunden gerne, sich einmal durchzuklicken. So bekommen wir eine schnelle Idee, in welche Richtung es gehen soll und die Kunden bekommen eine Preisvorstellung für ihr Wunschmöbel“, sagt Dürr.

Drei Vorteile für den Betrieb

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Dem Betrieb biete das Tool auf drei Weisen Vorteile:

Die Beratung bleibt im Haus

Die Detailplanung nehmen die Schreiner dann wieder in die eigenen Händen und planen den Auftrag mit dem Kunden fertig. „Wir ziehen kein Möbelstück direkt aus dem Konfigurator in die Produktion“, sagt Simon Dürr. Lieber bespricht der 35-Jährige einen groben Entwurf aus dem Planer mit dem Kunden persönlich. „Dann kann man auch die möglichen Optionen erläutern: Welche Werkstoffe sind möglich, welche Beschläge? An welchen Stellen lohnt es sich, hochwertigere Komponenten einzusetzen?“, sagt Dürr.

So erhält sich das Unternehmen auch bei kleineren Aufträgen seiner Kernkompetenz einer individuellen Beratung . Währenddessen hilft der Konfigurator dem Betrieb, mehr echte Kunden zu beraten und weniger Zeit für unverbindliche Interessenten aufzuwenden.

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