Bau 2025 entdecken: Trends, Nachhaltigkeit, Neuheiten
Die Bau 2025 in München zeigt, wie nachhaltiges Bauen und kreative Produktentwicklung zusammenpassen. Neben Zukunftstrends warten auch ganz praktische Neuheiten auf die Besucher.
Auf einen Blick
Wer das Jahr mit einem weiträumigen Blick über den Tellerrand starten will, der ist auf der Bau 2025 bestens aufgehoben. Vom 13. bis 17. Januar 2025 öffnet die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme die Tore und über 2.000 Aussteller aus 60 Ländern zeigen ihre Neuheiten.
Die Messehallen sind gut gefüllt: Veranstalter Messe München meldet eine Vollbelegung der 18 Hallen. Für Tischler und Schreiner bietet die Messe Gelegenheit, sich über zukunftsweisende Trends und Innovationen in der Branche zu informieren. Besondere Relevanz für Ihr Handwerk dürften folgende Hallen haben:
- B5 – Holz: Innenausbau, Holzwerkstoffe, etc.
- B4, C4 – Türen und Fenster sowie Schloss, Beschlag, Sicherheit
- A5/A6 – Bodenbeläge: Parkett, Laminat, Leisten und Profile, Terrassendielen, etc.
- C6 – Werkzeuge und PSA: Werkzeuge, Berufsbekleidung, Arbeitssicherheit
- C3 – Digitale Lösungen: BIM, Software, Hardware, Robotik und KI, Messtechnik
- C2 – Licht (und Smart Building): Sonnenschutzsysteme, Lichtsysteme und -konzepte, etc.
- A3/A4 – Innovation Hub: Forschung, neue Materialien, Start-Ups
- Welche Themen will die Bau 2025 schwerpunktmäßig setzen? Wir geben einen kurzen Überblick ausgewählter Themenbereiche.
Ressourceneffizienz und nachhaltiges Bauen
Kimagerechtes Bauen und der schonende Umgang mit Ressourcen sind zentrale Themen der Bau 2025. Die starke Zunahme der Weltbevölkerung und ein rohstoffintensiverer Lebensstil hätten den Rohstoffverbrauch weltweit deutlich ansteigen lassen. Eine effizientere Nutzung der Ressourcen ist das Gebot künftigen Wirtschaftens im Bau und Ausbau. Daher setzt die Bau 2025 einen Schwerpunkt auf das ressourcenschonende Bauen als einen Weg zur Nachhaltigkeit.
Erlebbar soll die Sonderschau „So geht nachhaltiges Bauen“ des Messepartners Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das Thema machen. Deren Messestand soll rundum nachhaltig umgesetzt worden sein.Im DGNB-Programm präsentieren Aussteller in kurzen Pitch-Vorträgen nachhaltige Produktneuheiten und es sind Best-Practice-Beispiele sowie Expertenrunden zum Thema nachhaltiges Bauen geplant. Zu den Messerundgangpartnern der DGNB zählen beispielsweise folgende Hersteller, mit Produkten, die auch von Tischlern und Schreinern verarbeitet werden:
Zugangssysteme: Das Unternehmen Dormakaba mit Spezialisierung auf Produkte für die Sicherheit und den Zugang zu Räumen und Gebäuden will seine Entwicklungen mit Nachhaltigkeitsfokus vorstellen.
Akustik und Design: Die Akustikplatten-Marke Troldtekt von Kingspan macht sich für Kreislaufwirtschaft stark. Ihre Produkte sollen Nachhaltigkeit, Design und Akustik in privaten Wohnräumen verbinden.
Böden: Mit Wineo der Windmöller GmbH und Tarket sind auch Bodenbelagshersteller vertreten, die nachhaltige Bodenbeläge im Programm haben. Wineo empfiehlt etwa seinen Purline-Bioboden als wohngesunde Alternative aus Polyurethan für nachhaltiges Bauen.
Oberflächen: Eine neue Generation seines 1K-Parkettlacks mit 2K-Performance zeigt Loba. Easyfinish Neo soll durch zukunftsweisende Rezeptur auf Basis nachwachsender Rohstoffe und 25-prozentige CO2-Ersparnis gegenüber dem Branchenstandard überzeugen.
Weitere Infos zur DGNB-Sonderschau und den Partnern gibt es online unter: https://www.dgnb.de/de/events-und-termine/messen-und-kongresse/bau
Digitales für das Handwerk
Um digitale Helfer und ihr Versprechen, Betrieben Arbeit abzunehmen und kollaborative Projekte effizienter zu machen, geht es in Halle C3 der Bau 2025. Speziell für Handwerker gibt es einen Innovationsparcours: Die Standnummern 601 bis 609 der Halle stehen unter dem Motto „Sehen, anfassen, ausprobieren – Digitale Technologien erleben!“
Vorgestellt werden 360°-Kameras, die Baustellenaufnahmen in Echtzeit liefern sollen, ebenso wie virtuelle Rundgänge in Bauprojekte mit VR- und AR-Technik. Auch ein Chatbot als kreativer, digitaler Assistent in der Tischlerei, der die Kundschaft bei der Möbelinspiration und -gestaltung unterstützt, wird vorgestellt (siehe auch Artikel KI entwirft Wunschmöbel ).
Modulares und serielles Bauen
Ein weiterer Schwerpunkt der Bau 2025 liegt auf der modularen und seriellen Bauweise. Während dieser Ansatz für den Bereich Bau bedeutender ist als für den Innenausbau, bietet er interessante Einblicke in die künftige Entwicklung der Bauwirtschaft und all ihrer Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.
Das serielle und modulare Bauen gelten als Wege, schneller bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das kann eine Lösungsbaustein sein, um den Neubausektor wieder florieren zu lassen, was sich auch in Aufträgen für den Innenausbau durchschlagen würde.
Verschiedene Ansätze und Lösungen des modularen und seriellen Bauens sollen auf der Messe gezeigt werden. Wer im Ausstellerverzeichnis von bau-insights.de unter „Entdecken“ den Themen-Filter „Modulares Bauen“ sucht, wird gut 180 Aussteller finden, die das Thema bedienen. Auch in den Foren von „The Future of Building“ der Bau 2025 wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Beispielsweise in „Wird die Zukunft modular?“ von SEHW Architektur, „Mobile Immobilien – Holzmodulbau für hochwertige und flexible Gebäudekonzepte“ von Werkum Architekten sowie „Flexibel, schnell, nachhaltig: Modulares Bauen als ein Lösungsansatz für aktuelle Herausforderungen“ von Planquadrat.


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