Fliegengitter vom Tischler: Unterschiede zur Discounter-Ware
Vom Aluminiumrahmen bis zum Pollenschutz im Fliegengitter: Tischlermeister Sven Waltemathe erklärt die Vorteile individueller Insektenschutzlösungen.
Wenn die Popularität eines Suchbegriffs um mehr als das 5.000 Prozent zulegt, bezeichnet „Google Trends“ ihn als sogenannten Ausreißer. Für die letzten Monate trifft das auf Suchbegriffe rund um das Thema „Fliegengitter“ zu. Die starke Popularität erscheint in diesem Jahr wenig verwunderlich: Die regenreichen Monate und der milde Winter sorgen für ordentliche Zuwächse in der Insektenpopulation. Das sieht man vielerorts schon am eigenen Fahrzeug nach einer längeren Fahrt über Autobahnen und Landstraßen.
Das Bedürfnis die eigenen vier Wände frei von kleinen Plagegeistern zu halten, mündet unweigerlich in der Suche nach Insektenschutzlösungen wie Fliegengittern. Die Website der Tischlerei Schölermann aus Schleswig-Holstein war bei unserer Online-Suche nach „Insektenschutz Tischler“ ganz vorne mit dabei. Die Innungstischler haben dem Thema eine eigene Unterseite gewidmet, auf der sie Kunden einen kurzweiligen Überblick über die Varianten des Insektenschutzes geben. „Wir haben 24 Jahre Erfahrung mit hochwertigem Insektenschutz“, sagt Inhaber Sven Waltemathe.
Die sechsköpfige Tischlerei aus Moorrege ist breit aufgestellt. Das Team fertigt Einbaumöbel, Treppen, bietet Haustüren und Fenster aus eigener Herstellung oder verbaut Händlerware. „Wenn wir für unsere Kunden Fenster und Türen erneuern, verkaufen wir ihnen den Insektenschutz in der Regel gleich mit: zum Beispiel für Küche, Schlafzimmer, Bad, Gästetoilette“, berichtet der Tischlermeister. Viel Überredungskunst brauche man dazu nicht. Den Wert eines guten Insektenschutzes erkenne jeder, der schon einmal ohne Leben musste. „Natürlich bieten wir das Ganze auch als Nachrüstlösung an“, sagt der Unternehmer.
Fliegengitter: Alu besser als Kunststoff
Von der Idee, ein einfaches Fliegengitter vom Discounter an ein hochwertiges Fenster zu montieren, hält der Tischler wenig. „Man sollte sich schon überlegen, ob man das wirklich mit Klettband bekleben oder in den Rahmen bohren möchte, um billige Kunststoffprofile anzubringen, die sich durchbiegen und nicht stabil sind“, sagt der Unternehmer.
Ein gutes Fliegengitter gehöre in einen Aluminiumrahmen, ist Waltemathe überzeugt. Schon allein, damit man es auch sauber spannen kann. Die Tischler setzen beim Thema Insektenschutz auf ihren Lieferanten Ifasol, von dem sie auch ihre Plissees beziehen. „Die liefern für die Insektenschutzgitter Aluminiumprofile in allen RAL-Farben, die wir auf Maß bestellen können“, sagt Waltemathe. Mit dem Service seines Lieferanten ist der Tischlermeister grundzufrieden: „Die Firma kommt jeden Freitag und liefert Ware an.“ So könne er auch schnell handeln, wenn zum Beispiel mal ein beschädigtes Insektenschutzgitter, die sogenannte Gaze, ausgetauscht werden muss.
Fliegengitter mit integriertem Pollenschutz

Auch in Bezug auf die Gewebe der Fliegengitter gebe es unterschiedliche Varianten für jedes Bedürfnis. Ein Klassiker sei das kaum sichtbare schwarze Klarsichtgitter, bei dem es vor allem auf guten Luftdurchlass und hohe Transparenz ankomme. „Aber es gibt auch Pollenschutzgewebe, die neben Insekten auch 98,8 Prozent der Pollen draußen halten“, sagt Waltemathe. Selbst Gewebe zum Schutz vor Elektro-Smog seien erhältlich. Und wohnen im Haus Vierbeiner von rabiaterem Temperament, gebe es alternativ zum Kunststoff-Gewebe auch extra robuste Edelstahllösungen.
Als Befestigungslösung kämen abhängig von der baulichen Situation verschiedene Methoden in Betracht. Meist entschieden sich die Tischler für eine Winkellaschenmontage. Vorteil: „Man muss nicht in den Blendrahmen bohren“, sagt Waltemathe. Bei den Türen seien dagegen Bohrungen notwendig. „Das ist aber kein Problem, weil die angebrachten Profile des Insektenschutzes so langlebig sind wie die Tür selbst. Sie bilden mit ihr eine Einheit“, erläutert der Tischlermeister.
Preisspanne guten Insektenschutzes

Je nach Fenstertyp sei die passende Lösung individuell etwas unterschiedlich. „Bei einem Holzfenster habe ich zum Beispiel andere bauliche Gegebenheiten an der Regenschiene als bei Kunststoff. Das muss ich berücksichtigen“, sagt Waltemathe. Selbst für Hunde- und Katzenklappen könne er Sonderlösungen zum Insektenschutz anbieten.
Die Preisspanne der Fliegengitter für maßgefertigte Standardlösungen reiche grob von 170 Euro beim Fenster bis 750 Euro für eine Drehtür. „Das ist ein grober Richtwert“, sagt der Unternehmer, „bei Insektenschutzlösungen für Schiebetüren kann das Ganze natürlich noch aufwendiger werden.“ Unterm Strich gilt wie so oft im Tischlerhandwerk auch für Insektenschutzvorrichtungen: „Die Auswahl ist fast so groß wie die Vielfalt der Insekten“, lacht Sven Waltemathe.


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