Politik und Gesellschaft

UFH stellen Weichen für die Zukunft

Nach über 20 Jahren gewinnt der Bundesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk über 1.000 Mitglieder zurück. Was sich der Verband für 2026 außerdem vornimmt.

2 Min.27.10.2025, 01:00 Uhr (Aktualisiert am 10.02.2026, 14:27 Uhr)
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Die Gastgeberinnen des UFH-Bundeskongresses: Beate Roll (LV Berlin), Katja Lilu Melder (UFH-Bundesvorsitzende, v.l.) und Carola Zarth (Präsidentin der HWK Berlin, re.), mit Franziska Giffey, Berlins Bürgermeisterin.
Die Gastgeberinnen des UFH-Bundeskongresses: Beate Roll (LV Berlin), Katja Lilu Melder (UFH-Bundesvorsitzende, v.l.) und Carola Zarth (Präsidentin der HWK Berlin, re.), mit Franziska Giffey, Berlins Bürgermeisterin. Martina Jahn
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Mehr als 23 Jahre ist es her, dass der Landesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) Baden-Württemberg aus dem UFH-Bundesverband austrat. „Ab 2026 ist dieser Landesverband zurück. Damit wächst unser Netzwerk um mehr als 1.000 Frauen. Darauf sind wir stolz“, sagte die UFH-Bundesvorsitzende Katja Lilu Melder auf dem diesjährigen Bundeskongress in Berlin. Die Rückkehr sei das Ergebnis von Gesprächen und Verhandlungen, die schon im Herbst 2024 begonnen hatten.

Starke Impulse bei der UFH-Bundestagung

Die mehr als 120 Teilnehmerinnen und Gäste des UFH-Bundeskongresses begrüßte auch die Präsidentin der Handwerkskammer Berlin, Carola Zarth. Die Kammer hatte die Räumlichkeiten für die Tagung bereitgestellt.

Berlins Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey zeigte in ihren Grußworten auf, dass sie ebenso wie Zarth aus einer Handwerksfamilie stammt - beide Frauen verbindet das Kfz-Handwerk . Giffey ermunterte die Frauen, ihre Positionen in den Betrieben zu behaupten und ihr Engagement auszuweiten – es brauche mehr Frauen in der Führung in Wirtschaft und Politik. Dafür setze sie sich ein: Unter anderem erhalten Meisterinnen in männerdominierten Gewerken 1.000 Euro mehr Meisterinnenbonus als ihre Kollegen. Zudem gebe es in Berlin eine Nachfolgeagentur und es sei ein Innovationszentrum für das Handwerk geplant, in enger Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer.

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Mehr Sichtbarkeit für Frauen im Handwerk

Für 2026 hat sich der Bundesverband vorgenommen, weiter an der Stärkung der Rolle der Frauen im Handwerk zu arbeiten. Themen wie Inklusion , Führung und starke Vorbilder sollen im Fokus stehen. So wurde beispielsweise der Inklusionspreis im Handwerk in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit den Handwerksjunioren verliehen. 2026 soll er erneut auf der Zukunft Handwerk in München vergeben werden. Auf dem Kongress, der am 4. und 5. März in München stattfindet, wollen die UFH starke Präsenz zeigen. Nicht zuletzt soll die Zusammenarbeit mit Kammern, Verbänden, Wirtschaft und Politik weiter intensiviert werden.

2026 feiern die UFH ihr 50. Jubiläum. Der Bundeskongress findet dann am 9. und 10. Oktober 2026 im Eichsfeld in Thüringen statt.

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Martina Jahn
Martina Jahn

Autor für IT und Gewerke

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