Handwerkersuche: So gehen Kunden bei der Auswahl vor
Was sind die Auswahlkriterien bei der Handwerkersuche? Sind persönliche Empfehlung oder digitale Angebote wichtiger? Eine Bitkom-Studie liefert Antworten.
Die Heizung bleibt im Winter kalt, ein Rohr ist verstopft oder ein Fester schließt nicht mehr richtig – dafür braucht man einen Handwerker. Aber wo sollen Kunden mit der Suche anfangen? Eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom hat ergeben, dass sich rund 83 Prozent der Deutschen bei der Entscheidungsfindung einen Rat im Bekanntenkreis holen – seien es Familie, Freunde oder Kollegen. 41 Prozent informieren sich vor Ort beim Handwerksbetrieb und 26 Prozent auf den Webseiten der Betriebe.
Analoge Anzeigen, wie schwarze Bretter oder Gelben Seiten, werden laut der Studie mit 23 Prozent mehr genutzt als Online-Plattformen (20 Prozent). Online-Kundenbewertungen und soziale Netzwerke werden mit 15 und 14 Prozent am wenigsten genutzt.
Dennoch finden 55 Prozent der Befragten, dass digitale Angebote einen Handwerksbetrieb attraktiver machen. Eine fehlende Webseite sehen 40 Prozent der Umfrageteilnehmer sogar als Ausschlusskriterium. Laut Nastassja Hofmann, Expertin für die Digitalisierung des Handwerks beim Bitkom, spielen persönliche Empfehlungen und Beratungsgespräche im Handwerk weiterhin eine zentrale Rolle. Digitale Informationen würden aber als ergänzende Quelle zunehmend wichtiger, da man sich online schnell über Angebote informieren und besser vergleichen könne.
Ein Drittel der Deutschen werde selbst zum Heimwerker: 32 Prozent schauen sich zunächst eine Online-Anleitung an und überlegen, ob sie das Projekt selbst angehen können.
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