Maxus

Pick-up mit Stecker: Was der eTerron 9 für Betriebe taugt

Allrad, Luftfederung, 430 km Reichweite: Der neue Maxus eTerron 9 soll im Handwerk überzeugen. Doch kann er mehr als nur dick auftragen?

3 Min.25.03.2025, 01:00 Uhr (Aktualisiert am 10.02.2026, 13:59 Uhr)
Von
Der neue E-Pick-up eTerron9 von Maxus ist nun in Deutschland bestellbar
Der neue E-Pick-up eTerron9 von Maxus ist nun in Deutschland bestellbar Maxus/Patrice Maurein
Anzeige

Auf einen Blick

Maxus bringt mit dem eTerron 9 einen vollelektrischen Allrad-Pick-up auf den deutschen Markt. Die Reichweite von 430 Kilometern und die Anhängelast von 3,5 Tonnen machen ihn für viele Betriebe interessant.

Luftfederung, verschiedene Fahrmodi und eine verlängerbare Ladefläche bieten Flexibilität auf Baustelle und im Gelände. Der Easy-Load-Modus erleichtert das tägliche Arbeiten.

Der Innenraum überrascht mit Komfortfunktionen wie Massage, Schlafposition und digitalem Cockpit. Doch rechtfertigt die Ausstattung einen Preis von über 60.000 Euro (zzgl. USt)?

Anzeige

Maxus bringt mit dem eTerron 9 den ersten vollelektrischen Allrad-Pick-up Europas auf den Markt – und richtet sich damit gezielt an gewerbliche Nutzer. Der Wagen ist für schwere Arbeitseinsätze konzipiert, aber auch fürs Gelände ausgelegt. Damit ergänzt er den heckgetriebenen T90 EV und bietet mit 5,50 Metern Länge und einer geräumigen Doppelkabine Platz für bis zu fünf Personen. Die Kabine besitzt vier vollwertige Türen, was das Ein- und Aussteigen auch auf engen Baustellen erleichtert. Preislich startet der eTerron 9 bei 62.990 Euro (USt.).

Starker Antrieb, gute Reichweite – und solide Ladeleistung

Der eTerron 9 leistet 325 kW – verteilt auf zwei Permanentmagnet-Synchronmotoren (vorn 125 kW, hinten 200 kW). Das sorgt für zügige 5,8 Sekunden auf 100 km/h und ein Drehmoment von insgesamt 700 Nm. Eine 102-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie liefert laut WLTP rund 430 Kilometer Reichweite. Geladen wird mit 115 kW Gleichstrom in 42 Minuten (20 bis 80 Prozent) – das entspricht etwa 1,5 Kilowattstunden pro Minute.

Fahrkomfort und Ladefläche: Darauf kommt’s im Handwerk an

Mit seiner Luftfederung und sechs Fahrmodi (z. B. Sand, Schlamm, Asphalt) passt sich der eTerron 9 an jedes Terrain an. Ein kamerabasiertes „transparentes Chassis“ zeigt Hindernisse direkt vor dem Wagen auf dem Touchscreen im Cockpit an – hilfreich beim Rangieren auf der Baustelle. Die Ladefläche misst 1,56 x 1,50 Meter und lässt sich per Knopfdruck verlängern: Die Rückwand der Kabine fährt elektrisch nach unten, wodurch sperrige Materialien bis zu 2,40 Meter Länge transportiert werden können. Im Easy-Load-Modus senkt sich das Fahrzeug zusätzlich um bis zu 60 Millimeter ab. Das erleichtert das Be- und Entladen schwerer Werkzeuge und Materialien – besonders bei wiederholten Einsätzen am Tag.

Frunk und Stromversorgung für den Baustelleneinsatz

Anzeige

Zusätzlich zur Ladefläche gibt es unter der Fronthaube einen Frunk mit 236 Litern Volumen. Dieser abschließbare, wettergeschützte Stauraum eignet sich ideal für empfindliche Werkzeuge, Akkus oder persönliche Ausrüstung. Besonders praktisch für das Handwerk: die sogenannte Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Sie ermöglicht es, externe Geräte mit Strom aus der Fahrzeugbatterie zu versorgen – über mehrere 2,2-kW-Steckdosen und einen 6,6-kW-Anschluss. Damit wird der eTerron 9 zur mobilen Energiequelle auf Baustellen ohne festen Stromanschluss.

Innenraumkomfort, Anhängelast und Sicherheit

Vorne lassen sich beide Sitze umklappen und in eine ebene Liegefläche verwandeln – etwa für Pausen auf längeren Touren. Zwei 12,3-Zoll-Displays liefern Fahrdaten, Navigationsinfos und Geländedaten wie Kompass oder Neigungswinkel. Die maximale Anhängelast liegt bei 3,5 Tonnen (gebremst) und ermöglicht so den Transport von schweren Maschinen, Baustoffen oder Anhängern – vergleichbar mit leistungsstarken Diesel-Pick-ups.

Bereits die „Luxury“-Basisversion bietet LED-Licht, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung sowie induktives Laden. In der „Premium“-Version (65.490 Euro, zzgl. USt.) kommen u. a. Ledersitze mit Massage, Glasschiebedach und ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz dazu. Assistenzsysteme wie Notbrems- und Spurverlassenswarner sorgen für zusätzliche Sicherheit. Beim EuroNCAP-Crashtest erhielt der eTerron 9 die Höchstwertung von fünf Sternen.

Tipp: Sie wollen beim Thema Fuhrpark auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie hier den handwerk.com-Newsletter. Jetzt hier anmelden!

Anzeige