Hollywood-Schaukel: Gerüstbauer wagen Rekordversuch
Bei dem Gerüstbauermeisterkurs der Handwerkskammer Dresden wurden Theorie und Praxis auf besondere Weise vereint. Das Ergebnis: Rekordverdächtig.
In Dreden haben sich zehn angehende Gerüstbaumeister was ganz Besonderes gebaut: Eine zwölf Meter lange Hollywood-Schaukel aus Standardgerüstteilen. Mit dieser Konstruktion könnten es die Gerüstbauer sogar ins Guinness-Buch-der-Rekorde schaffen. Eingereicht wurde das Projekt als „Größte freistehende Hollywoodschaukel aus modularem Gerüstmaterial in Deutschland“. Die Guiness-Buch-Redaktion sei laut der Handwerkskammer Dresden bereits informiert, prüfe aber noch die Art und Weise des ungewöhnlichen Rekordversuches.
Entstanden ist die Schaukel bei Meisterkurs im Gerüstbauhandwerk im Bildungszentrum des Handwerks (njumii). Jährlich kommen dort angehende Meister aus ganz Deutschland zusammen. Dabei lernen die Teilnehmer in einem praktischen Projekt, sichere und komplexe Gerüstkonstruktionen zu planen und zu errichten.
Meisterkurs: Das war die Aufgabe der Gerüstbauer in Dresden
Im diesjährigen Meisterkurs sollte es, laut Dozent Jörn Bindig, ein anspruchsvolles Projekt werden. „Man muss den Meistern auch was bieten und etwas zeigen, was sie ihrem Berufsalltag noch nicht hatten“, berichtet der Diplom-Ingenieur. Für das Bauvorhaben sollte ein freistehendes Stabtragwerk errichtet werden mit der Herausforderung eine dynamische Last in ein statisches System einzufügen. Die dynamische Last war erst ein Pendel und wurde dann zur Schaukel. „Das Ziel war es, Stabilität und Vielseitigkeit von Baumaterialien in einem kreativen Kontext zu demonstrieren“, fasst der Dozent das Konzept zusammen.
In einem Zeitraum von drei Monaten haben die Meisterschüler gemeinsam das Projekt erarbeitet. Jeweils zwei Tage wurde geplant, die statischen Berechnungen angestellt, eine Aufbau- und Verwendungsanleitung geschrieben und schließlich die Schaukel aufgebaut.
„Sport, Spaß, Spiel und viel Wissen und alle haben begeistert mitgemacht“, berichtet Bindig. Geplant war der Rekord war zu keinem Zeitpunkt und habe sich in der Praxis entwickelt. Die große Hollywood-Schaukel wird nach dem Kurs von den Meisterschülern wieder abgebaut. Sollte der Rekord anerkannt werden, solle er an die Handwerkskammer Dresden gehen. Falls es nicht klappt, startet Jörn Bindig im nächsten Jahr erneut einen Rekordversuch

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