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Lieblingsprojekt: Aus Ton und Holz entstehen Unikate

Fünf Kilo Ton, Holzdeckel und viel Handarbeit – daraus entstehen die Brottöpfe in der Werkstatt von Frauke Farin aus Oldenburg.

2 Min.18.09.2025, 02:00 Uhr (Aktualisiert am 20.02.2026, 15:52 Uhr)
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Bis zu sechs Kilogramm Ton werden für einen Brottopf von Keramikerin Frauke Farin verwendet.
Bis zu sechs Kilogramm Ton werden für einen Brottopf von Keramikerin Frauke Farin verwendet. Privat
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Seit gut einem Jahr fertigt Frauke Farin Brottöpfe an. „Ich hatte echt Respekt davor, mit so viel Ton auf der Scheibe zu arbeiten“, erzählt die Keramikerin aus Oldenburg. Ungefähr fünf Kilogramm davon werden für einen Brottopf verarbeitet. „Schon für mein Gesellenstück habe ich mit so einer großen Menge an Ton gearbeitet. Anfangs ist das leider nicht so gelungen“, erinnert sich Farin.

Doch die Kunden haben die Keramikerin immer wieder nach Brottöpfen gefragt. Ihre andern Arbeiten, wie Teller oder Vasen, sind mit kleineren Tonmengen verbunden. Schließlich hat sich die gebürtige Bremerin doch dafür entschieden, die besagte Keramik anzufertigen. „Am Anfang sind noch einige schiefgegangen, aber mit der Zeit bin ich immer besser geworden“, berichtet die Inhaberin von der Keramikwerkstatt Frauke Farin.  Besonders gefalle der Keramikerin Kombination von Ton und Holz.

Wie entsteht ein Brottopf?

„Bei einer so großen Menge an Ton ist die Vorbereitung besonders wichtig“, weiß Farin. Dafür wird der Ton durchgeschlagen, um Luft aus dem Material zu bekommen und Risse zu vermeiden. „Der Ton hat eine Struktur und diese muss aufgebrochen werden. Denn das Material erinnert sich an diese Struktur und möchte dahin zurück.“ Dafür werde der Ton mehrfach auf die Arbeitsplatte geschlagen. Um den Ton einfacher drehen zu können, wird alter ungebrannter Ton recycelt und mit untergemischt.

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Der rote Ton bekommt vor dem Brennen einen hellen Überzug aus Wasser und aufgeschlemmten Tonmehl. Frauke Farin verziert ihre Keramik per Hand. Dafür verwendet sie zum Beispiel Engoben – das ist Tonfarbe aus gemahlenem Ton, die mit Wasser und Farbkörpern oder Pigmenten gemischt wird. Außerdem kratzt sie Muster in das Material. Dabei sei es wichtig, den richtigen Trockenheitsgrad des Tons zu treffen, sonst reißt er.

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