HANDWERK.COM FRAGT NACH

Der Traum von einem Zufluchtsort fürs Handwerk

Lea Marie Heuer zieht mit ihrem Reisegewerbe durchs Land. Ihr größter Traum: Ein Hof als Ort der Zuflucht und der Begegnung für Handwerker.

3 Min.24.10.2025, 02:00 Uhr (Aktualisiert am 20.02.2026, 15:44 Uhr)
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Lea Marie Heuer ist Zimmerin mit Leidenschaft und träumt von einer offenen Werkstatt als Begegnungsort für Handwerker.
Lea Marie Heuer ist Zimmerin mit Leidenschaft und träumt von einer offenen Werkstatt als Begegnungsort für Handwerker. Privat
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Lea Marie Heuer liebt die Abwechslung auf der Baustelle: Als selbstständige Zimmerin lernt sie ständig neue Menschen, Betriebe und Arbeitsweisen kennen. In der Interviewreihe handwerk.com fragt nach erzählt sie, was sie antreibt, warum Politiker unbedingt mal einen Tag mit ihr tauschen sollten und welcher Song bei ihr auf der Baustelle für gute Laune sorgt.

Was macht Sie im Arbeitsalltag glücklich?

Ich mag es, immer wieder etwas Neues auszuprobieren und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Dadurch wird es nie langweilig und ich lerne viele neue Leute, unterschiedliche Unternehmenskulturen und Arbeitsweisen kennen.

Auf welche App könnten Sie im Betrieb nicht verzichten?

Am meisten nutze ich meine Handykamera, um Fotos und Videos aufzunehmen, die ich dann auf meinen Social-Media-Kanälen hochlade. Außerdem nutze ich viel Whatsapp für die Kommunikation und Google zum Recherchieren von Informationen.

Mit welchem Unternehmer würden Sie gerne für einen Tag die Rolle tauschen?

Ich würde gerne mal wissen, wie es so als Handwerkskammerpräsident ist. Da würde ich zum Beispiel gerne mit Berthold Schröder aus Dortmund tauschen.

Und wer sollte mit Ihnen mal einen Tag tauschen?

Auf jeden Fall jemand aus der Politik . Politiker wissen gar nicht, wie der Alltag im Handwerk aufgebaut ist und dass wir nicht, bis wir 90 sind, arbeiten können. Sie sollten unbedingt mal im Handwerk arbeiten, damit sie auch wissen, worüber sie sprechen und entscheiden.

Was ist der beste Ratschlag, den Sie bislang bekommen haben?

Man sollte immer Fragen stellen, wenn man etwas nicht weiß, und den Mut haben, sich selbst auszuprobieren und etwas Neues anzugehen. Nur so kann man wachsen. Den Ratschlag kann und sollte jeder anwenden – egal ob Azubi, Geselle oder Meister. Er ist für alle relevant.

Was ist Ihr Lieblingspodcast?

Ich höre kaum Podcasts, sondern lieber Musik. Aber eine Zeitlang habe ich den Podcast „Verbrechen von nebenan: True Crime aus der Nachbarschaft“ gehört.

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Was kommt bei Ihnen beim Betriebsgrillen auf den Grill?

Ganz klassisch Wurst und Brötchen.

Welcher Song darf auf Ihrer (Baustellen-)Playlist nicht fehlen?

Ganz klar „Simarik“ von Tarkan. Der Song erinnert mich immer an Urlaub und macht gute Laune. Mein Vorarbeiter und ich haben dazu auch schon oft die Baustelle gerockt.

Welches Buch sollte jeder Handwerksunternehmer lesen?

Ganz allgemein ein Buch zur Selbstreflexion.

Wenn Sie noch einen Beruf lernen sollten: Wofür würden Sie sich entscheiden?

Das Handwerk ist einfach mega – ich liebes es, dass man am Ende eines Tages sieht, was man geschafft hat. Es gibt da zwar eine Hassliebe zwischen Tischlern und Zimmerern… Ich muss aber leider sagen, dass ich es sehr interessant fände, das Tischlern zu lernen.

Sie gewinnen plötzlich eine Million Euro. Was machen Sie damit?

Ich würde mir einen großen Hof kaufen mit ganz viel Land und Wiesen. Mit einem Wohnhaus, einer Scheune und einer großen Werkstatt. Da würde ich dann selbst Gemüse und Obst anbauen und Tieren halten. In der großen Scheune könnten Handwerker sich dann treffen und austauschen – quasi ein Begegnungsort fürs Handwerk. In der offenen Werkstatt könnten Azubis, Gesellen und Meister gemeinsam schrauben und basteln. Das Ganze wäre auch ein Zufluchtsort für diejenigen, die auf der Walz sind. Sie könnten dort unterkommen und sich sicher fühlen.

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