Studie „Weniger Papier, mehr Handwerk“

Bürokratieabbau? Metallbauer haben sieben Vorschläge

Wie viel Zeit und Geld kostet die Bürokratie kleine Handwerksbetriebe – und wie lässt sich das ändern?

2 Min.22.05.2025, 02:00 Uhr (Aktualisiert am 10.02.2026, 11:35 Uhr)
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Weniger Papierkram ist der Wunsch vieler Handwerker.
Weniger Papierkram ist der Wunsch vieler Handwerker. lucadp - stock.adobe.com
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Auf einen Blick

Hohe Belastung: In kleinen Handwerksbetrieben fallen jährlich fast 600 Arbeitsstunden und rund 22.000 Euro allein für Bürokratie an.

Praxisnahe Lösungen: Metallbaubetriebe aus Sachsen haben sieben konkrete Maßnahmen zum Bürokratieabbau entwickelt – von Statistikpflichten bis zur Aufbewahrung von Unterlagen.

Jetzt ist die Politik gefragt: Die Vorschläge sollen helfen, die Betriebe spürbar zu entlasten. Welche gefällt Ihnen am besten?

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596 Arbeitsstunden oder 75 Arbeitstage pro Jahr müssen in einem sächsischen Metallbaubetrieb mit fünf bis 15 Mitarbeitenden für bürokratische Pflichten aufgewendet werden. Und solche Pflichten gibt es viele: 102 Aufgaben, die zumeist vom Unternehmer selbst erfüllt werden müssen, hat die Studie „ Weniger Papier, mehr Handwerk “ identifiziert. Der Löwenanteil resultiert demnach aus der Rolle als Arbeitgeber . Die Zusatzkosten durch die Bürokratie liegen bei rund 22.000 Euro im Jahr, ermittelte die Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld (FHM) im Auftrag der Handwerkskammer Dresden.

Für diese Untersuchung hatte die FHM 60 repräsentativ ausgesuchte Metallbaubetriebe aus dem Bereich der HWK Dresden zur Teilnahme eingeladen. Beteiligt haben sich acht Betriebe, die sehr detailliert ihre bürokratischen Pflichten, die Kosten und den Zeitaufwand dokumentierten. In zwei anschließenden Workshops mit Metallbau-Unternehmern aus dem Kammerbezirk Dresden wurden alle Bürokratiepflichten auf ihre praktische Durchführbarkeit und die Regulierungskosten untersucht.

Sieben Vorschläge an die Politik: Von Statistik über Aufbewahrung bis zur Meldepflicht

Aus der Studie und den Workshops mit Metallbaubetrieben aus Sachsen sind sieben konkrete Handlungsempfehlungen für den Bürokratieabbau entstanden:

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Bürokratie abbauen: Nun ist die Politik gefragt

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), fordert jetzt ein klares Signal von der Politik: „Mit dieser Studie können wir gegenüber der Bundes- und Landespolitik nicht nur ganz klar sagen, wie hoch die bürokratische Belastung für kleine und mittlere Unternehmen im Handwerk inzwischen ist, sondern zeigen klar auf, wie die Betriebe entlastet werden können“, sagte Dittrich.

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