Dachdecker: Diese Mindestlöhne sollen von 2026 bis 2028 gelten
Im Dachdeckerhandwerk gibt es eine Tarifeinigung zu den Branchenmindestlöhnen: Welche Lohnuntergrenzen für Fachkräfte und Ungelernte gelten sollen.
Die Tarifparteien im Dachdeckerhandwerk haben sich auf ein neues Tarifergebnis zum Mindestlohn geeinigt. Das haben der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekanntgegeben. Sowohl der Mindestlohn 1 (ungelernte Arbeitskräfte) als auch der Mindestlohn 2 (gelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) sollen demnach zum 1. Januar 2026 steigen:
Mindestlohn 1
- Die Lohnuntergrenze für ungelernte Arbeitskräfte soll zum 1. Januar 2026 auf 14,96 Euro pro Stunde steigen – das sind 61 Cent mehr als bislang.
- Danach soll der Mindestlohn 1 auf diesem Niveau bis zum Ende dieses Tarifvertrages eingefroren werden. Er hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028.
„Der Mindestlohn 1 wird künftig eng am gesetzlichen Niveau orientiert, damit bleibt der Anreiz für eine qualifizierte Ausbildung im Dachdeckerhandwerk erhalten“, erklärt Dirk Bollwerk, ZVDH-Präsident und Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite.
Mindestlohn 2
Die Lohnuntergrenze für Gesellen soll in drei Stufen angehoben werden:
- Zum 1. Januar 2026 soll der Mindestlohn 2 um 60 Cent auf dann 16,60 Euro pro Stunde steigen.
- Ab dem 1. Januar 2027 soll er dann auf 17,10 Euro angehoben werden.
- Die dritte Erhöhung soll es dann zum 1. Januar 2028 geben, der Mindestlohn 2 soll dann bei 17,60 Euro pro Stunde liegen
Den Tarifpartnern zufolge soll der Mindestlohn 2 für gelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.
Beide Tarifpartner sehen den neuen Vertrag positiv. ZVDH-Präsident Bollwerk betonte, dass mit den Ergebnissen zum einen faire Löhne fürs Handwerk und zum anderen Planungssicherheit für die Betriebe geschaffen werde.
Carsten Burckhardt, stellvertretender Bundesvorsitzender der IG BAU, lobte die Tarifpartnerschaft und sieht darin einen Vorbildcharakter für andere Handwerksbranchen. „Wir schaffen Schutz vor Dumpingwettbewerb und sorgen für faire, verlässliche Arbeitsbedingungen. Das ist ein starkes Signal für die ganze Branche“, sagt er zu den Tarifergebnissen.
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