Zukunft Handwerk

Pitch im Handwerk: Preise für clevere digitale Lösungen

Eine Software für die Materialverwaltung und ein selbstprogrammiertes System für eine Bäckerei. Sechs Unternehmen pitchten live auf der Bühne ihre Ideen.

2 Min.14.03.2025, 01:00 Uhr (Aktualisiert am 10.02.2026, 14:27 Uhr)
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Grund zur Freude hatten die Sieger des Pitch im Handwerk, die Zimmerei Lüddecke aus Sprockhövel und die Bäckerei & Konditorei Gnauck aus Ottendorf-Okrilla  – hier zusammen mit der Jury auf der Bühne.
Grund zur Freude hatten die Sieger des Pitch im Handwerk, die Zimmerei Lüddecke aus Sprockhövel und die Bäckerei & Konditorei Gnauck aus Ottendorf-Okrilla  – hier zusammen mit der Jury auf der Bühne. GHM
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Vor dem Publikum und der Jury haben die sechs Finalisten des „Pitch im Handwerk“ auf der Zukunft Handwerk um gleich zwei Preise gepitcht.

Den Jurypreis ging in diesem Jahr an die Holzbauprofis, Zimmerei Lüddecke aus Sprockhövel und den Publikumspreis gewann die Bäckerei & Konditorei Gnauck aus Ottendorf-Okrilla. Ausgetragen wurde das Pitch-Finale am 13. März live auf der IKK classic Bühne und stand unter dem Motto „Stolz, im Handwerk zu gestalten“. Die Sieger-Projekte erhielten je ein Preisgeld von 5.000 Euro – zur Verfügung gestellt vom Verein zur Förderung des Handwerks.

Jurypreis: Effiziente Materialbeschaffung

Von Handwerkern für Handwerker: Mit „MaterialMeister“ wollen Die Holzbauprofis die Materialbeschaffung effizienter und transparenter gestalten. Dazu bietet die Plattform eine zentrale und automatisierte Bestellabwicklung und verbindet Handwerker und Lieferanten.

Aus Sicht der Jury hat dieser Pitch besonders überzeugt, da die Software nicht nur im eigenen Betrieb nutzbar ist, sondern auch auch andere Betriebe übertragen werden kann. Diese Skalierbarkeit sei innovativ und helfe auch anderen Handwerksbetrieben.

Publikumspreis: Digitale Lösung aus einem Guss

Für mehr wertvolle Zeit im Handwerk entwickelte die Bäckerei und Konditorei Gnauck eine digitale Lösung. Interne Abläufe in Produktion, Verkauf und Kundenberatung sind dabei intelligent vernetzt werden. Firmeninhaber Marlon Gnauck programmierte diese Lösung selbst, berichtete er beim Vortrag seines Pitches. Backstube, Verkaufsraum und Büro sind vernetzt und komplett papierlos. In seinem Betrieb mit 11 Mitarbeitenden komme das super an und er sieht sich damit als Vorreiter in seiner Branche.

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Auch im Finale um den Preis waren diese Betriebe

Ein Azubitag als Bereicherung für die Ausbildung in den Bereichen Fliesenleger, Lagerist und Bürokauffrau/-mann. Damit möchten die beiden Fliesenlegerunternehmen Voigt und Böhm und Fliesen Götting ihre Auszubildenden zusammenführen und ihnen alle sechs Monate Einblicke in unterschiedliche Arbeitsbereiche ermöglichen. Das kommt bei den Azubis gut an, stärkt die Mitarbeiterbindung und den Austausch untereinander.

Die Unternehmen Bäcker Haustechnik und Willi Gräf schlugen mehrere Fliegen mit einer Klappe. Eine davon: Die Herausforderung der Unternehmensnachfolge. Die Unternehmen fusionierten schließlich zu Heeet und erschufen damit eine neue Marke, die gleichzeitig den Fortbestand des Unternehmens sichern und den Teamgeist stärken soll.

Das Bildungszentrum Holzbau entwickelte eine Web-Anwendung, um Bürokratie abzubauen und Lernprozesse zu optimieren. Mit „kursm.app“ soll die digitale Verwaltung von Nachweisen und Qualifikationen ermöglicht werden. Außerdem stellt die App online Lerninhalte bereit.

Für die Nachwuchsgewinnung setzt Mack SHK auf kreative Social Media Formate. Ziel ist es, mehr Sichtbarkeit zu generieren und junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.

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Martina Jahn
Martina Jahn

Autor für IT und Gewerke

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