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E-Rechnung: „Nicht nur Pflicht, sondern auch eine Chance“

Nach der Empfangspflicht kommt die Ausstellungspflicht bei der E-Rechnung: Warum es sich laut Datev lohnt, die Prozesse nicht erst kurz vor dem Stichtag umzustellen.

2 Min.24.07.2025, 02:00 Uhr (Aktualisiert am 20.02.2026, 15:42 Uhr)
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Im ersten Halbjahr 2025 sind laut Datev bereits 22,5 Millionen E-Rechnungen über Systeme des Unternehmens gelaufen.
Im ersten Halbjahr 2025 sind laut Datev bereits 22,5 Millionen E-Rechnungen über Systeme des Unternehmens gelaufen. Andrey Popov - stock.adobe.com
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Seit Anfang 2025 müssen deutsche Unternehmen in der Lage sein, elektronische Rechnungen (E-Rechnungen) von Geschäftspartnern zu empfangen. Diese Pflicht wird noch ausgeweitet: Ab 2027 beziehungsweise ab 2028 müssen Unternehmen auch E-Rechnungen verschicken können.

„Das ist nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch eine große Chance“, sagt Markus Algner, der neue Chief Markets Officer (CMO) bei der Datev. „Damit kommt endlich flächendeckend, was wir dringend brauchen: durchgängige digitale Prozesse“, betont Algner.

Bei der Jahrespressekonferenz berichtete er, dass viele Unternehmen mit der frühzeitigen Umsetzung noch etwas zögerten und verwies auf eine aktuelle Umfrage des Unternehmens. Demnach schätzt ein Drittel der Datev-Mitglieder, dass die meisten ihrer Mandanten erst kurz vor dem gesetzlichen Stichtag die E-Rechnungsschreibung umsetzen werden.

„Das ist schade. Denn wer wartet, verpasst eine gute Gelegenheit, Prozesse schon frühzeitig effizienter aufzustellen“, sagt Algner. Er weist darauf hin, dass die Digitalisierung von Prozessen „enorme Arbeitserleichterungen“ für Unternehmer als auch für Steuerkanzleien mit sich bringt. Die Automatisierung von Routinetätigkeiten bringen laut Algner folgende Vorteile mit sich:

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  • Prozesse werden transparenter und weniger fehleranfällig.
  • Es bleibt mehr Zeit für das Wesentliche

Doch auch wenn viele Unternehmen noch zögerlich bei der E-Rechnung sind, wird diese verstärkt genutzt. Das zeigen die Zahlen der IT-Dienstleisters: Im ersten Halbjahr 2025 seien bereits 22,5 Millionen E-Rechnungen über Datev-Systeme gelaufen – darunter 19 Millionen Eingangsrechnungen und 3,5 Millionen Ausgangsrechnungen. Damit seien im ersten Halbjahr mehr als doppelt so viele E-Rechnungen über Lösungen des IT-Dienstleisters empfangen und verschickt worden wie im ganzen vergangenen Jahr (2024: 11 Millionen Rechnungen).

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