E-Rechnung

E-Rechnung: Wie viele deutsche Unternehmen nutzen sie schon?

Die E-Rechnungspflicht kommt in wenigen Wochen: Doch in vielen größeren Unternehmen ist die E-Rechnung bislang noch nicht angekommen, zeigt eine aktuelle Studie.

2 Min.09.12.2024, 01:00 Uhr (Aktualisiert am 20.02.2026, 15:42 Uhr)
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Studie zeigt: Die XRechnung nutzen nur wenige deutsche Unternehmen
Studie zeigt: Die XRechnung nutzen nur wenige deutsche Unternehmen Studio Romantic - stock.adobe.com
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Zum 1. Januar 2025 wird der Empfang von E-Rechnungen im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen Pflicht. Trotzdem kann bisher weniger als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (45 Prozent) solche Rechnungen empfangen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom , für die mehr als 1.100 deutsche Unternehmen ab 20 Beschäftigten befragt wurden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Per E-Mail empfangen nahezu alle der befragten Unternehmen Rechnungen (96 Prozent).
  • 93 Prozent stellen ihren Geschäftspartnern frei, ihnen Rechnungen per Briefpost zuzusenden.
  • Rund die Hälfte der befragten Unternehmen (55 Prozent) nutzt die E-Rechnung bereits bei ausgehenden Rechnungen – ein knappes Drittel häufig (30 Prozent) und ein Viertel nur in Einzelfällen.
  • Der Rechnungsversand per E-Mail – zum Beispiel per PDF-Datei – ist viel verbreiteter: Das machen praktisch alle Unternehmen (99 Prozent).
  • Auf Briefpost greift noch mehr als die Hälfte der Unternehmen (59 Prozent) zurück: 13 Prozent tun dies oft und 46 Prozent zumindest in Einzelfällen.

Die Bitkom-Studie zeigt zudem, welche spezifischen Formate beim Empfang von E-Rechnungen vorherrschend sind:

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  • Knapp drei Viertel der Unternehmen (71 Prozent) nutzen EDI-Formate.
  • Auf das ZUGFeRD-Format beziehungsweise Factur-X greifen 27 Prozent zurück. Bei diesem Format wird ein menschenlesbares Ansichts-PDF mit maschinell verarbeiteten Daten kombiniert.
  • Die XML-basierte XRechnung , also das rein strukturierte Format, nutzen nur 5 Prozent.

„Obwohl der Empfang von E-Rechnungen ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend ist, wird diese Form der Rechnung bisher in verhältnismäßig wenig Unternehmen genutzt“, sagt Daniil Heinze, Referent für Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. Die Einführung sei für Unternehmen mit einem gewissen Aufwand verbunden, zumal die Implementierung in verschiedene Geschäftsprozesse hineinreiche.

Dennoch ist es aus Sicht von Heinze wichtig, dass sich alle Unternehmen auch mit der E-Rechnung auseinandersetzen – und zwar nicht nur, um staatlichen Vorgaben gerecht zu werden. „Einmal eingeführt kann sie helfen, Prozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu sparen“, betont der Referent.

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